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Kinder bauen eigenen Lehmofen

Die Kita-Kinder „Hand in Hand“ durften gestern Lehm stampfen, um einen Ofen für Pizza und Co. zu bauen.

 

SCHERMBECK (rtl) Das ging schnell: In nur einer Stunde haben zehn Kinder und sieben Erwachsene, darunter die Naturgruppe der Volksbank Schermbeck und Erzieher Benjamin Stein, auf dem Gelände der Kita „Hand in Hand“ einen Lehmofen errichtet. Es habe sehr viel Spaß gemacht, sagen die fleißigen Teilnehmer. Zudem sei die Aktion von Stein sehr gut vorbereitet worden, lobten Tatjana Ruloff, Stefanie Fitting, Nicole Dembowski und Lisa Nagel vom Naturteam.

Bau eines Lehmofens im Kindergarten Hand in Hand als Jubiläumsaktion der Volksbank Schermbeck eg.
Zunächst hat die Baugruppe ein Podest gebaut, auf dem der Ofen errichtet wurde, erklärte Stein das Vorgehen. Im Internet hatte sich der Naturerzieher und Heilpädagoge, seit sechs Jahren in der evangelischen Kita tätig, zum Thema Lehmofen informiert und sich dort eine entsprechende Bauanleitung besorgt. „Viele Füße“, so Stein weiter, waren dann nötig und hilfreich, um den Lehm zu stampfen. Der musste eine bestimmte Feuchte und Konsistenz haben, um verbaut zu werden. Das Material auf den Boden fallen zu lassen und zu schauen, wie es sich verformt, sei ein guter Test. Bestehen die Wände des Ofens aus üblichen Steinen für den Hausbau, so haben die kleinen und größeren Bauarbeiter die Decke aus Lehmklumpen errichtet.
 
Damit diese in der großen Hitze nicht zu schnell trockneten, hatte Stein das Material zusätzlich zum gezimmerten Holzdach noch abgedeckt.
„Wenn der Ton zu schnell trocknet, entstehen Risse“, erklärte der Erzieher. Zwei, drei Tage, dann könne die Sandfüllung entfernt werden, die das Ofendach stützt. Ein Gemisch aus Lehm und Stroh wird noch als Isolierschicht eingebaut.
 
Befeuert wird der Ofen mit Holz (es liegt schon bereit), und gebacken werden sollen Brot und Pizza. Aber auch zum Flammkuchenbacken oder zum Erhitzen eines Topfes mit Suppe sei der Ofen gut verwendbar, erklärt Erzieher Stein. Die finanzielle und tatkräftige Hilfe der Volksbank sei ein Beitrag zum Jubiläumsjahr, so die Naturgruppe. Sie legt Wert darauf, dass sie sich unabhängig vom Projekt „rent a banker“ engagiert. Die Idee, etwas Langfristiges zu machen, das über das Jubiläum hinausgeht, sei mit dem Ofen bestens umgesetzt, sagten die vier Volksbank-Frauen. Und für die Erzieher hat das Projekt den Vorteil, dass sich damit die verschiedenen Elemente wie Feuer, Luft und Wasser kombinieren lassen. 54 Jungen und Mädchen spielen und lernen derzeit in der Kita an der Erler Straße, die von Kirstin Oberst geleitet wird.
 
Voraussichtlich in zwei Wochen können die Kita-Kinder und das 15-köpfige Team an ein erstes Befeuern des Ofens denken. Die Jungen und Mädchen sind jedenfalls schon sehr gespannt, wie die erste selbst gebackene Pizza in ihrem neuen Ofen schmeckt.

 

Quelle: RP Wesel Ausgabe vom 21.07.2016


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