Training für Job-Einstieg

08. Februar 2019

Wie man Personalentscheider überzeugt, lernen Gesamtschüler im Assessment-Center-Training. Einer macht schon zu Beginn alles falsch.

SCHERMBECK. Eine Woche lang haben Schülerinnen und Schüler der Q1 Stufe (Jahrgang 12) in der Gesamtschule Schermbeck seit Montag Gelegenheit, sich über Studiengänge und Ausbildungsberufe nach dem Abi zu informieren, das die schüler im Frühsommer 2020 ablegen wollen.

 

Die Orientierungswoche zur Studien- und Berufswahl gibt es an der Schermbecker Gesamtschule seit 2008. "Das Konzept hat sich bewährt, weil die Schüler durch direkte Gespräche schnellere Antworten auf ihre Fragen bekommen", sagt Lehrerin Rita Kersting.

 

Am Montag und Dienstag lernten die Schüler mehrere Betriebe kennen. Die Firma Evonik/Infracor, die Universität Wuppertal und die Bundeswehr stellten sich am Montag vor, die NRW-Polizei, die Radboud Universität Nijmegen und die Emscher-Genossenschaft/Lippeverband am Dienstag.

Seit einigen Jahren bietet die Volksbank ein Assessment-Center an. Die sechsstündige Veranstaltung wurde von der Volksbank-Marketing-Mitarbeiterin Tanja Küber-Hericks und Vanessa Kreyenbrink, Mitarbeiterin der Barmer-Versicherung in Dorsten, geleitet.

Wer ein Studium oder einen Ausbildungsplatz in einem Betrieb anstrebt, wird immer häufiger eingeladen, an einem sogenannten Assessement-Center teilzunehmen. Dabei müssen mehrere Bewerber gemeinsam und gleichzeitg bestimmte Aufgaben erledigen und werden dabei beobachtet. So wollen Arbeitgeber geeignete Kandidaten erkennen.

Die Schüler hatten 30 Minuten Zeit, sich auf eine drei Minuten lange Präsentation ihrer Person vorzubereiten. Ein paar Tipps gab es vorweg zum Auftreten, zur Kleidung und zu denkbaren Inhalten. Ein Schüler lieferte mit seinem verspäteten Eintreffen dem Volksbank-Marketingchef Wolfgang Lensing eine Steilvorlage für den Hinweis, dass man sich so am einfachsten aus dem Bewerbungsverfahren hinauskatapulieren kann.

Einig waren sich alle Schüler, dass ein Vortrag vor einer Gruppe Nervosität erzeugt. Deshalb gab es von den Organisatioren den Tipp, vor dem Spiegel, vor Freunden oder vor der Familie möglichst oft ähnliche Präsentationsübungen zu trainieren.

Quelle DZ vom 08.02.2019 H. Scheffler