Vertreterversammlung Volksbank Schermbeck eG

17. September 2021

Vertreterversammlung der Volksbank füllte den Saal Ramirez

17.9.2021 Schermbeck (geg). Die Volksbank Schermbeck freute sich, zur Vertreterversammlung, die im letzten Jahr pandemiebedingt ausfiel, in den Saal Ramirez einladen zu können. Die 3G Kontrolle funktionierte reibungslos, danach konnten sich die Besucher quasi frei bewegen. Auf die sonst übliche Einladung von Ehrengästen wurde verzichtet. Nur der rein rechtlich erforderliche Rahmen wurde an diesem Abend abgearbeitet. Alle Beschlüsse der Vertreterversammlung konnten einstimmig gefasst werden. Das übliche Buffet fiel aus, dafür gab es Häppchen und Getränke auf den Tischen.

Die Begrüßung erfolgte durch den Aufsichtsratsvorsitzenden Eduard Kolkmann, der nun zum ersten Mal als Vorsitzender dieser Versammlung die Gäste begrüßte. Im Jahr 2019 übernahm er das Amt von dem scheidenden Vorsitzenden Wolfgang Krähe. Zu Beginn wurde traditionell der verstorbenen Mitglieder gedacht, es waren mehr 200, die aus dem Leben geschieden sind.

"Ich kanns nicht mehr hören, aber Corona war und ist das beherrschende Thema in der Volkswirtschaft der Eurozone, der Betriebswirtschaft der Unternehmen in Deutschland und natürlich auch in unserer Bankbilanz“, so Volksbankvorstand Norbert Scholtholt, der die wirtschaftlichen Daten präsentierte. Erfreulich sei, dass die vielbeschworenen Wirtschaftskrise doch ausgeblieben sei und dass der Bankvorstand dies aktuell für die Volksbank Schermbeck auch nicht sehe.

Und wie war es denn nun, das Geschäftsjahr 2020? Es sei ein Jahr gewesen, in dem bei schwierigen Rahmenbedingungen versucht worden sei, den Kunden und Mitgliedern als Ansprechpartner und auch Problemlöser zur Seite zu stehen. „Auf den ersten Blick sehen unsere Zahlen blendend aus“, berichtete Scholtholt, denn das Gesamtkundenvolumen sei um 10,9 Prozent gestiegen. „Im Kundenkreditgeschäft konnten wir sogar ein Plus von 12,6 Prozent verzeichnen“, freute er sich. Und:“. Genau 300 Wohnbaufinanzierungen sorgen dafür, dass sich unsere Kunden in den neuen oder modernisierten eigenen vier Wänden wohlfühlen können. Dieses sehr gute Wachstum kam überwiegend durch Empfehlungen unserer Kunden zustande. Allerdings stellen wir auch fest, dass bei einem durchschnittlichen Wachstum von über 10 Prozent das Ergebnis vor Steuern um 17,5 Prozent gesunken ist! Wir machen also momentan mit mehr Volumen weniger Ertrag,“ erklärte Scholtholt. Die Ergebnnisse stünden weiter unter Druck. „Bedingt durch die Niedrigzinsphase, steigende Inflation und Negativzinsen suchen die Kunden nach ertragsreichen Anlagemöglichkeiten bei kontrolliertem Risiko und schichteten Teile ihrer Spar-, Termin- und Tagesgelder in Fonds und alternative Geldanlageformen um“, erklärt Norbert Scholtholt. Trotzdem entschloss sich die Vertreterversammlung, für das Jahr 2020 eine Dividende in Höhe von sechs Prozent an die Mitglieder ausgezahlt. Für die nächsten Jahre werde sie wahrscheinlich sinken, kündigte Scholtholt an.

Auch die Coronakrise beschäftigte das Schermbecker Geldinstitut. Aber: Die zahlreichen Lösungsansätze, die die Berater mit ihren Kunden entwickelt haben, funktioniert. „KfW-Kredite, Sofortgelder, Steuerstundungen oder Tilgungsaussetzungen haben hier Spielraum geschaffen“, so Bankvorstand Rainer Schwarz, der eine erfreuliche Nachricht zu verkünden hatte. Die Volksbank hat die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Kinder in den Blick genommen. „Gerade die Kleinsten unter uns haben aber unter den Quarantänemaßnahmen, der Notbetreuung, der Schließung der Kindergärten und Tageseinrichtungen, den wenig verlässlichen Tagesabläufen besonders gelitten“, so Schwarz. Deshalb erhalten alle sechs Einrichtungen je 5000 Euro von der Bank. Die Bedingung: “Hiermit sollen Projekte umgesetzt werden, die dafür sorgen sollen, dass es unserem Nachwuchs dauerhaft gut geht“, informierte Rainer Schwarz die Vertreter der Genossenschaftsbank.

Schwierig sei es geworden, Auszubildende zu finden. Schwarz berichtete, dass die Bewerberzahlen rückläufig sind- in diesem Jahr waren es lediglich drei junge Menschen, die eine Ausbildung begannen. Aus diesem Grund biete die Volksbank Schermbeck ab dem kommenden Ausbildungsjahr, also 2022, nicht nur die klassische kaufmännische Ausbildung zum Bänker an, sondern schafft auch die Möglichkeit, ein duales Studium zu beginnen. „Das heißt, Berufsausbildung und BWL-Studium laufen gleichzeitig und werden von uns unterstützt. Die Verträge mit der FOM Wesel haben wir gerade unterschrieben und nun freuen uns auf weitere Bewerbungen,“ so Schwarz.

Begrüßen konnten die Anwesenden auch Stefan Korte, der zum 01.01.22 als stellvertretendes Vorstandsmitglied berufen ist. Korte - ein begeisterter Handballer übrigens und deshalb wahrscheinlich auch ein guter Teamplayer- sagte, dass das System Genossenschaft viel zusammenhält. Das Gemeinschaftsgefühl liege ihm am Herzen, betonte er

Wie gewohnt vergaß der Volksbankvorstand auch nicht, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch den Kunden ihren Dank auszusprechen. „Wir sind fair und partnerschaftlich miteinander umgegangen. Atmosphärische Störungen im Miteinander in der Gesellschaft konnten wir für unser Haus nicht, oder nur am Rande feststellen. Das erfüllt uns mit großer Dankbarkeit“, so Norbert Scholtholt.

Quelle: Schermbeck-grenzenlos, G. Eggert