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Vorstände N. Scholtholt und St. Korte präsentieren das Jahresmotto "verwurzelt - vernetzt - voraus"

Wir wachsen weiter

Volksbank Schermbeck zieht positive Bilanz für 2025 / Gesamtvolumen knackt 1,6 Mrd. Euro-Marke

Schermbeck. Die Volksbank Schermbeck stellte heute ihre Jahresergebnisse 2025 vor. In einem schwierigen politischen und konjunkturellen Umfeld konnten die Genossen weiter wachsen. Das Gesamtkundenvolumen erreichte 1,61 Mrd. Euro und wuchs um 5,8%. Mit ihrem Strategieprojekt 2030 will die Bank neue Impulse für ihre Entwicklung geben.

„Die globalen Krisen und wirtschaftspolitischen Themen der letzten Jahre beschäftigen uns weiterhin - und durch das unvorhersehbare Agieren der USA und anderer Großmächte kommen neue dazu “, berichtete Bankvorstand Stefan Korte, bevor er mit seinem Vorstandskollegen Norbert Scholtholt auf die Zahlen des Jahres 2025 schaute. Mit einem Wachstum von 5,8% auf über 1,6 Mrd. Euro im Gesamtkundenvolumen wurde ein neuer Rekordwert erreicht. Das Gesamtkundenvolumen summiert sämtliche betreuten Geldanlagen und Kredite der Schermbecker Volksbankkunden und beinhaltet auch die Geschäfte u.a. mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall, Investmentanlagen bei der Union Investment oder Vermögensverwaltungen bei der DZ Bank. 

Anlagekonzepte schlagen  Inflation

Insbesondere die Zuwächse bei den Kundenanlagen betonte Scholtholt: „Die betreuten Kundengelder stiegen auf 770 Mio. Euro, ein sehr gutes Wachstum von 7,7%.“ Er berichtete, dass die Inflationsrate mit rund 2% höher liege, als die festen Zinserträge in den kurzfristigen Geldanlagen wie Sparkonten oder Tagesgeldern. „Das bedeutet einen realen Vermögensverlust, wenn ich mich nur auf kurzfristige Anlagen verlasse“ und warb für die strukturierten Vermögenkonzepte der Schermbecker Volksbank: „Mit einer guten Streuung von Laufzeiten, Chancen und Anlageformen kann ich mein Vermögen vermehren und die Inflation schlagen. Insbesondere bei den Investmentanlagen konnten unsere Kunden 2025 von hohen Wertsteigerungen profitieren.  Hier helfen unsere Vermögensberater gerne weiter.“

Alle drei Stunden eine Unternehmensinsolvenz

„Deutschland befinden sich im dritten Jahr in der Rezession. Die Wirtschaft erlebt einen grundlegenden Wandel durch Dekarbonisierung, Digitalisierung und Demografie. Die politischen Impulse haben bisher leider nicht zum notwendigen Wirtschaftswachstum geführt“, so Korte. Im Jahr 2025 rechnet die Wirtschaftsauskunftei Creditreform mit rund 23.900 Unternehmensinsolvenzen, dem höchsten Stand seit mehr als zehn Jahren. „Oder anders: alle drei Stunden meldet eine Firma Insolvenz an. Dieses bemerken wir natürlich auch bei unseren Kunden.“ Entgegen der allgemeinen Wirtschaftslage kann die Volksbank im letzten Geschäftsjahr ein solides Wachstum bei den betreuten Kundenkrediten vermelden, plus 4% und 846 Mio. Euro Kundenkredite stehen in den Büchern.

Vorstand N. Scholtholt und St. Korte stehen hinter einem Rednerpult. Links im Bild sieht man noch einen Bildschirm mit einer Präsentation.

103 Mio. Euro neue Kredite

347 Finanzierungsprojekte mit einem Gesamtbetrag von 103 Mio. Euro konnte die Bank zusammen mit ihren Kunden realisieren. „Das ist für uns ein Rekordwert, gerade in der aktuellen Wirtschaftslage und bei einem normalen Zinsniveau“, freute sich Scholtholt. Dahinter stecken 136 gewerbliche Investitionsvorhaben (48 Mio. Euro) und 211 Wohnprojekte (55 Mio. Euro) von Neubau bis Renovierung und Kauf bis Sanierung. Auch hier betonte Scholtholt die Wichtigkeit umfassender Beratung und differenzierter Investitionskonzepte: „Der billigste Zins ist oftmals nicht die beste Finanzierung.“ Zukünftige Einkommens- und Unternehmensveränderungen müssten genau so besprochen werden wie Möglichkeit von Sondertilgungen oder die Förderung durch staatliche Kreditprogramme. 

Entgegen dem Deutschlandtrend gewachsen

„Die Kunden vertrauen uns und wir sind entgegen dem Deutschlandtrend weiter gut gewachsen. Allerdings schlägt die anhaltende Rezession mit ihren zahlreichen Insolvenzen auch in unsere Bücher durch. Im Ganzen ein vertrieblich gutes Jahr mit zufriedenen Kunden und zahlreichen begeisternden Aktionen“, resümierten die beiden Bankvorstände und berichten über die zahlreichen Aktivitäten des letzten Geschäftsjahres, ihre Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.

2025 – Fokus Kunde

In den neuen Räumen der Bank, die im Mai mit einem Familientag rund um die Volksbank eingeweiht wurden, wurde umfangreich in Technik für die Kunden und Mitarbeiter investiert. Dabei werde „die Technik als Hilfsmittel genutzt, es gehe aber immer wieder um die Menschen und um gemeinsame Lösungen.“ Die Servicemöglichkeiten wurden durch eine neue, benutzerfreundliche Homepage, durch einen erweiterten Kundenservice und die Wiedereröffnung der SB-Filiale an der Weseler Straße weiter ausgebaut. Mittlerweile beschäftigt die Schermbecker Bank 95 Angestellte und freut sich, Ende Januar drei – dann ehemalige - Auszubildende übernehmen zu können. Mit ihren Kundenclubs Primax, Club 50plus sowie Frauen & Finanzen sowie den Volksbank-Gruppenreisen schaffe man „besondere und außergewöhnliche Gruppenerlebnisse, die die Menschen zu schätzen wüssten. Der Infoabend „Schule aus – wie geht´s weiter“ an der Gesamtschule sei genauso wie der Kindertag mit der Caritas und der Gemeinde ein fester Termin geworden.  

Strategieprojekt 2030

Im Anschluss berichteten Scholtholt und Korte über das neu gestartete Strategieprojekt 2030. Mitarbeiter und Führungskräfte hätten in ersten Workshops den Blick voraus gewagt und sich mit möglichen Entwicklungen und vor allem den Kundenbedürfnissen der nächsten Jahre auseinandergesetzt. Ein Augenmerk liegt dabei auf den Möglichkeiten Künstlicher Intelligenz (KI) und automatisierter Prozesse, die Routinearbeiten übernehmen können. Dadurch werde dann mehr Zeit für menschliche Qualität in Service und Beratung frei. „Die Entwicklungsgeschwindigkeit ist hoch. Hier wollen wir eine gute Verzahnung von Menschen und Maschine sicherstellen und unsere Mitarbeiter mitnehmen. Dafür benötigen wir einen Rahmen, den unser neu gegründetes KI-Team sicherstellen wird“, so Korte. Dem Fachkräftemangel begegnet die Schermbecker Volksbank gleich mehrfach: Neben der klassischen oder dualen Ausbildung setzt die Bank auf Praktika und Hospitationen, ein überdurchschnittliches Weiterbildungsangebot und zahlreiche Qualifizierungsprogramme. Hier sei „die Entwicklung und Einbindung von Mitarbeitern mindestens so wichtig wie das Finden neuer Kollegen.“ „Wir möchten deutlich wahrgenommen werden“, überschreibt Korte weitere Maßnahmen: Mitglieder erhalten zukünftig eine besondere, goldene Kundenkarte. Die finanzielle Bildung von Kindern und Jugendlichen soll durch Kooperationen mit Schulen und KiTas ausgebaut werden. Die Volksbank-Filiale Gahlen wird mit einer neuen Technik und einem neuen Raumkonzept umfassend modernisiert. Weitere Serviceleistungen wie Chatfunktionen oder neue Anlagemöglichkeiten z.B. in Kryptowährungen sollen das Angebot der Bank zukünftig ergänzen. 

Verwurzelt – Vernetzt – Voraus

Für das Jahr 2026 haben die Schermbecker Genossenschaftsbanker das Leitmotiv „Verwurzelt – Vernetzt – Voraus“ entwickelt: „Wir sind in der Region, in der Heimat verwurzelt, haben ein klares genossenschaftliches Wertesystem und einen Auftrag für unsere Mitglieder. Wir vernetzten Menschen, Unternehmen, Vereine, schaffen Gemeinschaft und fördern den gemeinsamen Erfolg. Gleichzeitig setzten wir digitale Vernetzung ein, um besondere Kundenerlebnisse zu schaffen, effizientere Prozesse und verantwortliches Handeln zu fördern. Wir möchten in dem, was wir tun, sehr gut sein. Wir sind vorausschauend, vorausdenkend und wollen die Zukunft der Volksbank Schermbeck und ihrer Mitglieder aktiv und erfolgreich gestalten“, erklären Scholtholt und Korte.