Viel mehr als nur eine Pokalverleihung
Der Gemeindesportverband Schermbeck ehrte am Freitag wieder seine „Sportler des Jahres“.
Der Abend im „Ramirez“ bot wieder viele interessante und emotionale Momente.
Der Gemeindesportverband Schermbeck ehrte am Freitag wieder seine „Sportler des Jahres“.
Der Abend im „Ramirez“ bot wieder viele interessante und emotionale Momente.
Von Andreas Leistner, Schermbeck, DZ vom 06.02.2026
Sportlerehrung in Schermbeck. Das war am Freitagabend im „Ramirez“ natürlich vor allem die Auszeichnung von Leni Sophie Gosmann als „Schermbecks Sportlerin des Jahres 2025“. Das war Platz zwei für Judoka Ronja Buddenkotte und ein geteilter dritter Rang für Rettungsschwimmerin Nele Sonsmann und die Tänzerinnen von „Avalanche“ und „Statement“ vom TC Grün-Weiß. Sportlerehrung in Schermbeck, das war aber wieder einmal mehr.
Das war die Geschichte, wie Triathlet Stefan Petrasch einst in Hamburg Miroslav Klose traf und sich dachte: „Das ist aber ein schmächtiges Kerlchen.“
Das war die Erklärung von Nele Sonsmann, dass sie beim Super-Live-Saver die letzten zwei von acht Bahnen mit einem 60-Kilo-Dummy am Haken schwimmen muss.
Das war die Info, dass Leni Sophie Gosmann 2026 ihr letztes Jahr im Ponyreiten bestreitet und danach natürlich auf eine erfolgreiche Fortsetzung ihrer Karriere bei den Großpferden hofft.
Das war das Eingeständnis von Remus Buddenkotte, der seine kranke Schwester Ronja vertrat, dass er bei einem Judokampf gegen sie wohl den Kürzeren ziehen würde.
Das war die Erklärung von B-Jugend-Handballer Florian, warum er als einziger aus seiner Mannschaft da war: „Einer ist in Irland, und die anderen hatten keine Zeit.“
Sportlerehrung in Schermbeck, das war auch die Freude von Mountainbiker Ludger Zens, dass er es mit 64 zum ersten Mal auf die Couch auf der Bühne geschafft hatte.
Sportlerehrung in Schermbeck, das waren – zum dritten Mal –die starken Coversongs von Acoustic Paradise. Das waren auch die gegenseitigen Frotzeleien der Jugendfußballer des TuS Gahlen und des SV Schermbeck.
Sportlerehrung in Schermbeck, das war diesmal aber auch Zeit für Abschiede. Monika Fiethen scheidet nach über 30 Jahren ebenso aus dem Vorstand des Gemeindesportverbandes aus wie Vorsitzender Hans Kutscher nach 15 Jahren im Amt.
Fiethen erinnerte sich auch an schwierigere Zeiten, als sie den Gemeindesportverband vor der Auflösung bewahrte: „Und dann kam Hans. Er war der fünfte GSV-Vorsitzende, den ich erlebt habe, und er war einer der Besten.“
Nicht nur für Hans Kutscher bedeutet der Abschied auchWehmut. Sportlerehrung in Schermbeck, das war am Freitag aber auch schon wieder Blick nach vorn. Denn mit Thorsten Schröder steht ein Nachfolger als Vorsitzender bereit. Sportlerehrung in Schermbeck, das war wieder einmal schön.